Google Shopping und Performance Max in mehreren Ländern

Google Shopping: der kurze Weg vom Produkt zur Bestellung

Bei Google Shopping sieht der Käufer Produkt, Bild, Preis und Shop, bevor er überhaupt klickt. Das macht Shopping-Anzeigen für Onlineshops zu einem der wichtigsten Kanäle in der bezahlten Suche: Wer klickt, hat das Produkt bereits gesehen und meist auch den Preis verglichen. Anders als bei Textanzeigen schreiben Sie hier keine Keywords und keine Anzeigentexte. Google entscheidet anhand Ihres Produktfeeds, bei welchen Suchanfragen Ihre Artikel erscheinen.

Deshalb beginnt gute Arbeit an Shopping-Kampagnen beim Feed und nicht beim Gebot. Mintense betreut als mehrsprachige Google Shopping Agentur seit 17 Jahren Kampagnen in 16 Sprachen und 60 Ländern. Für Onlineshops aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bauen wir Shopping und Performance Max so auf, dass sie auch über die Grenzen funktionieren, besonders in Italien und Frankreich, wo wir eigene muttersprachliche Teams im Land haben.

Google Merchant Center und Produktfeed: die Grundlage

Im Google Merchant Center liegen Ihre Produktdaten, die Einstellungen zu Versand und Rückgabe sowie die Verknüpfung mit Google Ads. Wir prüfen zuerst, ob das Konto richtig eingerichtet ist: Website bestätigt, Versandkosten und Lieferzeiten pro Land hinterlegt, Rückgaberichtlinien angegeben, Preise und Steuern korrekt.

Danach folgt der Produktfeed. Er kommt meist direkt aus dem Shopsystem über ein Plugin oder eine App, manchmal aus einem Feed-Tool oder aus der Warenwirtschaft. Wir legen mit Ihnen fest, an welcher Stelle Änderungen am Feed gemacht werden: im Shop selbst, über Regeln im Merchant Center oder in einem Feed-Management-Tool. Wichtig ist, dass die Daten im Feed mit der Produktseite übereinstimmen. Weichen Preis oder Verfügbarkeit ab, werden Artikel abgelehnt, und bei wiederholten Problemen kann Google das ganze Konto einschränken.

Titel, Attribute, GTIN und Bilder: was der Feed braucht

Der Produkttitel ist das wichtigste Feld im Feed. Er bestimmt maßgeblich, für welche Suchanfragen ein Artikel ausgespielt wird. Ein Titel wie „Modell X200“ sagt Google wenig, ein Titel mit Marke, Produkttyp, wichtigster Eigenschaft, Größe oder Farbe dagegen viel. Wir entwickeln Titelmuster pro Kategorie, die der Sprache Ihrer Käufer folgen.

  • GTIN und Marke: Für Markenprodukte ist die GTIN (EAN) zentral, damit Google das Produkt eindeutig zuordnen kann. Für Eigenmarken und individuelle Produkte klären wir die richtige Kennzeichnung.
  • Attribute: Google-Produktkategorie, Produkttyp, Zustand, Farbe, Größe, Material und Varianten mit item_group_id.
  • Bilder: freigestellte Hauptbilder ohne Werbeeinblendungen, in ausreichender Größe, dazu zusätzliche Bilder für Details und Anwendung.
  • Beschreibung und Produkthighlights: die Informationen, die Käufer vor dem Kauf vergleichen.

Die Arbeit am Feed wirkt auf alle Shopping-Formate gleichzeitig, auf bezahlte Anzeigen ebenso wie auf kostenlose Produkteinträge.

Shopping-Konto prüfen lassen

Feeds pro Land und Sprache: DACH, Italien, Frankreich

Wer in mehreren Ländern verkauft, braucht für jedes Zielland passende Produktdaten. Das Merchant Center ordnet Feeds nach Land und Sprache zu, und jede Kombination muss stimmen: Sprache der Titel, Währung, Preis inklusive der jeweiligen Mehrwertsteuer, Versandkosten und Lieferzeiten.

  • Deutschland und Österreich: Ein deutscher Feed lässt sich oft für beide Länder nutzen. Preise, Mehrwertsteuer und Versandkosten müssen aber für jedes Land stimmen.
  • Schweiz: Preise in Schweizer Franken (CHF), eigene Versand- und Zollbedingungen, da die Schweiz nicht zur EU gehört. Für die Westschweiz kann zusätzlich ein französischer Feed sinnvoll sein.
  • Italien: Titel und Attribute auf Italienisch, Preise mit 22 % IVA, Versandinformationen für Italien.
  • Frankreich: Titel und Attribute auf Französisch, Preise mit 20 % TVA, französische Versand- und Rückgabeinformationen.

Eine reine Maschinenübersetzung der Titel reicht selten. Welchen Begriff Käufer in Italien oder Frankreich für Ihr Produkt eingeben, entscheidet darüber, ob Ihr Artikel überhaupt erscheint. Unsere Teams in Verona und Lille übersetzen nicht nur, sie prüfen Suchbegriffe und Wettbewerb im jeweiligen Markt. Auch die Zielseite muss in der Sprache des Feeds vorliegen, denn Google erwartet, dass Feed und Produktseite übereinstimmen. Mehr zu Kampagnen im italienischen Markt finden Sie auf unserer Seite zu Google Ads in Italien.

Performance Max oder Standard Shopping?

Performance Max ist der Kampagnentyp, mit dem Google Ihre Produkte über mehrere Kanäle ausspielt: Shopping, Suche, YouTube, Display, Discover und Gmail. Die Steuerung erfolgt über Ziele, Assets und Zielgruppensignale, die einzelnen Gebote übernimmt der Algorithmus. Standard-Shopping-Kampagnen sind auf die Shopping-Ergebnisse begrenzt und erlauben mehr manuelle Kontrolle über Gebote, Produktgruppen und auszuschließende Suchbegriffe.

Welche Variante besser passt, hängt von Ihren Daten ab. Performance Max braucht ausreichend Conversions und einen korrekt übermittelten Conversion-Wert, um gut zu lernen. Mit kleinem Budget, wenigen Verkäufen oder in einem neuen Markt ist ein Start mit Standard Shopping oft übersichtlicher. Häufig kombinieren wir beide: Performance Max für Hauptsortimente mit stabilen Verkäufen, Standard Shopping für Tests, neue Länder oder Produkte, die wir enger steuern wollen. Wir sagen Ihnen offen, wenn die Datengrundlage für einen Kampagnentyp noch nicht reicht.

Kampagnenstruktur nach Marge und Kategorie

Nicht jeder Euro Umsatz ist gleich viel wert. Ein Artikel mit hoher Marge verträgt höhere Kosten pro Verkauf als ein Produkt, das Sie knapp kalkulieren. Deshalb strukturieren wir Shopping-Kampagnen nicht nur nach Kategorien, sondern auch nach Wirtschaftlichkeit.

Dafür nutzen wir benutzerdefinierte Labels im Feed, zum Beispiel für Margenklassen, Bestseller, Saisonware, Neuheiten oder Artikel mit geringem Lagerbestand. So können wir Budget und Ziel-ROAS je Gruppe unterschiedlich setzen und vermeiden, dass ein großer Teil des Budgets in wenige Produkte mit schlechter Rendite fließt. Produkte, die über längere Zeit Kosten ohne Verkäufe verursachen, erkennen wir im Reporting und behandeln sie gesondert.

  • Trennung nach Marge, Kategorie oder Marke, je nach Sortiment.
  • Eigene Kampagnen pro Land, damit Budgets und Ziele je Markt steuerbar bleiben.
  • Saisonale Anpassungen für Aktionen, Feiertage und Abverkauf.

Kostenlose Produkteinträge nutzen

Neben den bezahlten Anzeigen zeigt Google Produkte auch in kostenlosen Einträgen, etwa im Shopping-Tab und in anderen Bereichen der Google-Suche. Voraussetzung ist ein aktives Merchant Center mit korrektem Feed. Viele Shops nutzen diese Möglichkeit nicht oder nur mit unvollständigen Daten.

Wir aktivieren die kostenlosen Produkteinträge für alle relevanten Länder und werten sie getrennt aus. Da sie auf denselben Feed zugreifen, profitieren sie direkt von besseren Titeln, Attributen und Bildern. Hier treffen Google Shopping und SEO für Onlineshops zusammen: Strukturierte Daten auf den Produktseiten und ein sauberer Feed stärken sich gegenseitig.

Tracking und Conversion-Wert sauber erfassen

Performance Max und Smart Bidding optimieren auf das, was Sie messen. Wird nur die Zahl der Bestellungen übermittelt, behandelt der Algorithmus einen Warenkorb mit 20 Euro genauso wie einen mit 2.000 Euro. Deshalb übermitteln wir den tatsächlichen Bestellwert, möglichst netto und ohne Versand, und richten die Conversion-Aktion so ein, dass Doppelzählungen ausgeschlossen sind. Zum Tracking gehören:

  • Conversion-Tracking über Google Tag oder Google Tag Manager mit Bestellwert und Transaktions-ID.
  • Erweiterte Conversions und Consent Mode im Einklang mit Ihrem Cookie-Banner.
  • Abgleich mit Google Analytics 4 und den Bestellungen im Shopsystem.
  • Auf Wunsch Daten zu Neukunden oder zur Marge, wenn Sie gezielt auf profitables Wachstum steuern wollen.

Erst wenn diese Zahlen stimmen, setzen wir Ziele wie einen Ziel-ROAS. Vorher wäre jede Optimierung ein Raten.

Häufige Feedfehler und wie wir sie beheben

Im Merchant Center tauchen immer wieder dieselben Probleme auf. Wir prüfen sie zu Beginn jeder Zusammenarbeit und danach laufend:

  • Preis oder Verfügbarkeit weichen ab zwischen Feed und Produktseite, oft durch Caching oder eine verzögerte Feed-Aktualisierung.
  • Fehlende oder falsche GTIN, etwa erfundene Nummern oder Herstellercodes im falschen Feld.
  • Abgelehnte Bilder mit Wasserzeichen, Rahmen oder Werbetext.
  • Fehlende Versandangaben für einzelne Länder.
  • Verstöße gegen Richtlinien, zum Beispiel bei eingeschränkten Produktkategorien oder unvollständigen Angaben zu Unternehmen und Rückgabebedingungen.
  • Varianten ohne Zuordnung, sodass Größen und Farben als einzelne Produkte miteinander konkurrieren.

Für jeden Fehler gibt es eine Ursache im Shop, im Plugin oder in den Feedregeln. Wir beheben sie an der Quelle, damit sie nicht nach dem nächsten Update zurückkommen.

Reporting: was Sie jeden Monat sehen

Sie erhalten einen Bericht auf Deutsch und haben einen festen Ansprechpartner, der die Zahlen mit Ihnen bespricht. Der Bericht zeigt Umsatz, Kosten, ROAS und Anzahl der Bestellungen pro Land und Kampagne, dazu die Entwicklung nach Kategorie und Marge. Wir weisen auf Produkte mit Kosten ohne Verkäufe hin, auf abgelehnte Artikel im Merchant Center und auf Suchbegriffe, die neue Chancen zeigen.

Shopping funktioniert am besten als Teil einer Gesamtstrategie. Wie Shopping, Suchkampagnen und SEO in Ihrem Shop zusammenspielen, beschreiben wir unter E-Commerce-Strategien. Für Suchkampagnen in mehreren Ländern finden Sie alles auf der Seite zu internationalen Google Ads.

Google Shopping Beratung anfragen

Häufige Fragen zu Google Shopping

Was macht eine Google Shopping Agentur genau?

Eine Google Shopping Agentur kümmert sich um alles, was Produktanzeigen brauchen: Einrichtung und Pflege des Google Merchant Center, Optimierung des Produktfeeds mit Titeln, Attributen, GTIN und Bildern, Aufbau der Kampagnen in Google Ads, Tracking des Bestellwerts und laufende Steuerung von Budget und Zielen. Bei Mintense kommt die internationale Seite hinzu: Feeds und Kampagnen für Deutschland, Österreich, die Schweiz, Italien und Frankreich, mit muttersprachlichen Teams für den italienischen und französischen Markt.

Braucht man für Google Shopping zwingend Performance Max?

Nein. Standard-Shopping-Kampagnen sind weiterhin verfügbar und bieten mehr Kontrolle über Gebote, Produktgruppen und auszuschließende Suchbegriffe. Performance Max spielt Produkte zusätzlich in weiteren Google-Kanälen aus und steuert stärker automatisch. Damit das gut funktioniert, braucht der Kampagnentyp genügend Conversions und einen korrekt übermittelten Bestellwert. Für neue Märkte, kleine Budgets oder Tests ist Standard Shopping oft der bessere Einstieg. In vielen Konten kombinieren wir beide Typen, abhängig von Sortiment und Datenlage.

Wie richtet man Google Shopping für die Schweiz ein?

Für die Schweiz brauchen Sie Preise in Schweizer Franken, Versandkosten und Lieferzeiten für Schweizer Adressen sowie klare Angaben zu Zoll und Mehrwertsteuer, da die Schweiz nicht zur EU gehört. Im Merchant Center legen Sie dafür ein eigenes Ziel für die Schweiz an. Die Produktseiten sollten den Preis in CHF ebenfalls anzeigen, sonst werden Artikel wegen abweichender Preise abgelehnt. Je nach Zielgruppe ist neben dem deutschen auch ein französischer Feed für die Westschweiz sinnvoll.

Warum werden Produkte im Merchant Center abgelehnt?

Die häufigsten Gründe sind Abweichungen zwischen Feed und Produktseite bei Preis oder Verfügbarkeit, fehlende oder ungültige GTIN, Bilder mit Wasserzeichen oder Werbetext, fehlende Versandangaben für ein Zielland und Verstöße gegen die Richtlinien von Google. Im Merchant Center finden Sie zu jedem Artikel den genauen Grund. Wichtig ist, die Ursache im Shop, im Plugin oder in den Feedregeln zu beheben und nicht nur einzelne Artikel manuell zu korrigieren, sonst tritt das Problem beim nächsten Abgleich erneut auf.

Kann man denselben Produktfeed für mehrere Länder verwenden?

Teilweise. Für Länder mit gleicher Sprache und Währung, etwa Deutschland und Österreich, lässt sich ein Feed oft für beide Ziele nutzen, sofern Preise, Versand und Mehrwertsteuer im jeweiligen Land stimmen. Für die Schweiz brauchen Sie Preise in CHF, für Italien und Frankreich Feeds in der jeweiligen Landessprache mit passenden Zielseiten. Wir empfehlen, Titel und Attribute für Italien und Frankreich nicht nur zu übersetzen, sondern auf die Suchbegriffe abzustimmen, die Käufer dort tatsächlich verwenden.

Welche Kennzahlen sind bei Google Shopping wirklich wichtig?

Entscheidend sind Umsatz, Kosten und das Verhältnis beider, also der ROAS, ergänzt um die Marge. Ein hoher ROAS bei Produkten mit geringer Marge kann weniger Gewinn bringen als ein niedrigerer ROAS bei margenstarken Artikeln. Deshalb betrachten wir Ergebnisse nach Land, Kategorie und Margengruppe. Dazu kommen Kennzahlen zur Feedqualität wie der Anteil abgelehnter Artikel sowie Produkte, die Kosten ohne Verkäufe verursachen. Alle Zahlen erhalten Sie in einem monatlichen Bericht auf Deutsch.

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